>Mein Stein für die Schmirchauer Höhe<
aufgerufen.
Nähere Informationen hier: http://www.bergbautraditionsverein-wismut.de/
Herbstveranstaltung des Kirchlichen Umweltkreises
Der Kirchliche Umweltkreis Ronneburg
begleitet seit Beginn der Sanierung des Uranerzbergbaues diesen Prozess
mit Engagement, Optimismus und konstruktiver Kritik, auch mit dem
Anspruch, fachliche Kompetenz einzubringen. In diesem Jahr begeht der Umweltkreis sein 20 jähriges Jubiläum und führt aus diesem Anlass am 22.11.08 in Ronneburg ein Fachkolloquium durch.
Schwerpunktmäßig sollen aus Sicht unserer
Bürgerbewegung, aber auch aus der Sicht von direkt beteiligten
Akteuren, die Ergebnisse und Entwicklungen sozialer, gesundheitlicher
und technischer Aspekte der vergangenen zwei Jahrzehnte dargestellt
werden. Dabei ist es gelungen bei Institutionen des Bundes, in
Bereichen der Wissenschaft, beim Sanierungsunternehmen, bei Vereinen
und Organisationen Referenten zu gewinnen, die für ein
ausgewogenes Programm stehen. Selbst eine Tagesveranstaltung mit der
vorliegenden Breite kann nur Schlaglichter werfen. Da aber unser
Umweltkreis über einen für eine Bürgerbewegung recht
langen Zeitraum in die verschiedensten Belange des Sanierungsprozesse
im Rahmen eines der weltweit größten Umweltprojekte
eingebunden war, wurde doch thematisch eine ansprechende Vielfalt
angestrebt, die ausgewählte wichtige Problemfelder beleuchtet.
Eine Bilanz unserer Arbeit wird den Fachthemen vorangestellt.
Frank Lange
im Auftrag des Kirchlichen Umweltkreises
Kontaktadresse: Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg,
H.D. Barth, 07580 Reust Am Berg 17 (Tel. 0172/3652452) oder F. Lange 07554 Korbußen/ Thr. Haus Nr. 8 (Tel. 0173/5775674)
Programm-Flyer
Ort: Technik-Park Schacht 407 am Ortsausgang Ronneburg Richtung Reust
Zeit: 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Weitere Informationen dazu auf der Homepage des Bergbauvereins Ronneburg e.V.
http://www.bergbauverein-ronneburg.de/
Nachruf
†Wir haben mit Bestürzung vom Tod unseres langjährigen Mitgliedes Holger Wuschik erfahren. Holger starb am 23.10.07 an den Folgen seiner Krankheiten.
Er arbeitete seit Mitte der 60er Jahre im Uranbergbau der SDAG Wismut. Seit vielen Jahren kämpfte er zusammen mit uns um die Änderung der Anerkennungspraxis von Berufskrankheiten. Wir alle verlieren einen guten Freund und Mitkämpfer der ersten Stunde. Trotz seiner schweren Erkrankungen beteidigte er sich aktiv an unserem Kampf. Er war vielen Mitgliedern und Betroffenen ein Vorbild. Die Trauerfeier findet am 17.11.07 um 10:30 Uhr auf dem Friedhof Greiz Leonhardstrasse 28 statt.
Wir werden Ihn in guter Erinnerung behalten und in seinem Sinn den Kampf fortsetzen.
Der Vorstand
Am 18.Oktober 2007 fand in Salzbug/Österreich die
10.Preisverleihung des "Nuklear-Free Future Award" statt. Der Verein Selbsthilfe-Initiative
Wismut/Atomopfer e.V. hatte dazu eine Einladung erhalten und nahm mit einem Mitglied des Vorstandes
an der Preisverleihung teil.
(Foto Warta)
Am 21.09.07 berichtete unser Mitglied Christoph Müller (44) aus Kayna in der Sendung "Unter uns" des MDR über sein Schicksal und die Probleme bei der Anerkennung seiner Krankheit als Berufskrankheit.
Er kämpft um die Anerkennung seiner Krebserkrankung als Berufskrankheit. Er arbeitete zu DDR-Zeiten im Uranabbau der Wismut und erkrankte vor einigen Jahren an Rachenkrebs. Da sich dessen Ursache nicht genau nachweisen lässt, erhält er bisher keine Anerkennung als Berufskrankheit.
Das ARD brachte am 03.September die Sendung FAKT vom mdr mit dem Thema "Wismut - Anerkennung von Krebs als Berufskrankheit". Viele krebskranke Wismut-Kumpel, die keinen Lungenkrebs haben, werden bis heute kaum entschädigt. Jetzt bringt eine neue Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz neue Hoffnung. Der Beitrag ist unter http://www.mdr.de/fakt/ nachzulesen.
Sehr geehrte Frau Elis und Team von FAKT,
vielen Dank für den informativen Beitrag über die Probleme der berufskranken
Wismut-Kumpel!
Die Aussagen und das Schulterzucken des Vertreters der Bergbau-Berufsgenossenschaft Gera, Herrn
Grolik, war schon die Sendung wert. Am 04. und 05.Juli 2007 fanden in Gera im Rahmen der Buga
2007 Veranstaltungen zum Thema "Krebsrisiko durch den Wismut-Uranbergbau" statt. Bei
der Veranstaltung am 04.07.07 war auch eine Vertreter der Berufsgenossenschaft Gera anwesend.
Bei der anschließenden TV-Diskussion am 05.07.07 mit dem Leiter der Bergarbeiter-Studie
Dr.Grosche vom BfS fehlte er ohne Angaben von Gründen. Dabei hätten sich die anwesenden
ehemaligen Wismut-Kumpel und die Hinterbliebenen vom Vertreter der BBG Antworten auf ihre Fragen
gewünscht.
Ob die in ihrer Sendung genannte Bergarbeiter-Studie ein vereinfachtes Anerkennungsverfahren für die Betroffenen bringt, darf bezweifelt werden, denn die Bundesregierung plant eine "Reform" der Gesetzlichen Unfallversicherung, die eine Verschlechterung der Anerkennung von Berufskrankheiten bringen wird. Vielleicht könnte eine entsprechende Regelung für die Wismut-Kumpel helfen.
Unser jahrelanger Kampf dafür brachte trotz medialer Aufmerksamkeit (auch Dank des mdr) keine positiven Veränderungen. Schön hätten wir es gefunden, wenn im Sendebeitrag oder auf der Homepage des mdr auf unseren Verein (Herr Müller und Herr Köhler sind Mitglieder) Atomopfer e.V. hingewiesen worden wäre.
Michael Löffler
1.Vorsitzender http://www.atomopfer.org/
atomopfer@gmx.de
Joachim Feuerborn, Dissertation, Universität Hamburg 2006
nachzulesen bei ScientificCommons
Die Bundesregierung bereitet in aller Stille eine Reform der gesetzlichen Unfallversicherung vor. Das Gesetz soll im Januar 2008 in Kraft treten. Geplant sind u.a. umfassende Änderungen beim Leistungsrecht für beruflich Geschädigte (vgl. Neudefinition und Berechnung der Haftungsleistungen für Personenschäden der GUVR in § 56 bis 71)
Bisher hatten Beschäftigte, die einen Unfall während der Arbeit erlitten oder berufsbedingt erkrankten, Anspruch auf eine Unfall- oder Berufskrankheitsrente. Künftig, soll die Grenze, ab welcher Entschädigungen fällig sind von 20 auf 30 % Gesundheitsschaden angehoben werden (50 % aller bisherigen Rentenfälle wäre so nicht mehr zu entschädigen). Auch soll Rentenzahlung für Unfall- und Berufserkrankte erst ab 50 % greifen und bei geringerem Schädigungsgrad nur noch als kleine Abfindung und als Einmalzahlung geleistet werden (vgl. § 62 Abs 1 UVRG).
Eine Verjährungsfrist von 10 Jahren ist für die Betroffenen des ehemaligen Uranbergbaus der Wismut zu beachten. Sehr wichtig für solche Betroffenen, die eine Schädigung noch nicht bei der BG angezeigt haben. (vgl. § 9 Abs 2 UVRG). Schädigungen durch ionisierende Strahlung können eine Latenzeit von bis zu 40 Jahren und mehr haben! Noch im Jahr 2030 können geschädigte Wismut-Kumpel erkranken.
Was kann ich tun? Wie sichere ich meine Rechte auf Entschädigung?
Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit bei der Bergbau-Berufsgenossenschaft, Bezirksverwaltung
Gera, 07545 Gera, Amthorstr. 12 stellen. (formlos)
Auf Einladung der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) hatte ich am 04.07.07 die Gelegenheit unsere Probleme bei der Anerkennung unserer Krankheiten als Berufskrankheiten und unsere Forderungen nach einer Änderung der Anerkennungspraxis vor einem großem Publikum im Waldklinikum Gera darzulegen.
Am 04.07.07 sprachen:
Dr. Grosche vom Bundesamt für Strahlenschutz,
"Studie über das Lungenkrebsrisiko für Bergarbeiter im Zusammenhang mit beruflicher
Radonexposition im Wismut - Uranerzbergbau"
Matthias Zschockelt von der Bergbau-Berufsgenossenschaft-Bezirksverwaltung Gera,
"Beurteilungsgrundlagen bei Berufskrankheitsverfahren durch Strahlenexposition bei Beschäftigten
der SDAG Wismut im Vergleich mit internationalen Verfahren"
Dr. Reinhard Götze vom Tumorzentrum am SRH Wald-Klinikum Gera,
"Krebshäufigkeit in Wohngebieten in der Nähe des ehemaligen Uranerzbergbaus der
Wismut, verglichen mit einer bergbaufreien Region"
Prof. Dr. rer. nat. Inge Schmitz-Feuerhake/Professorin an der Universität Bremen i. R.,
"Wie verlässlich sind die Grenzwerte? Neue Erkenntnisse über die Wirkung inkorporierter
Radioaktivität"
Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. med. Dagmar Täuscher Oberärztin am Zentrum für Innere Medizin am SRH Wald-Klinikum Gera.
Am 05.07.07 wurde die Veranstaltung mit einer Diskussionsrunde, die vom "Offenen Kanal Gera" aufgezeichnet wurde, in der Tonhalle Gera fortgesetzt.
An der Diskussionsrunde nahmen wieder viele Bürger und Betroffene teil. Leider konnte Herr Dr. Götze nicht daran teilnehmen. Herr Zschockelt von der BBG Gera fehlte ohne Angaben von Gründen. Viele Teilnehmer äußerten die Vermutung, dass er einer Diskussion aus dem Weg gehen wollte. In einem Zeitungsinterview noch am 04.07.07 in der OTZ Gera vertrat er die Meinung, dass die Berufsgenossenschaft nur "An Recht und Gesetz gebunden" sei. Dabei verschwieg er, dass genau die kritikwürdigen Anerkennungskriterien auf Empfehlung des HVGB (u.a. 50% Regelung, Jacobi-Studien) dem Gesetzgeber vorgelegt wurden.
In der Diskussion wurde u.a. auf folgendes hingewiesen:
An der Deutschen Uranbergarbeiterstudie des Bundesamtes für Strahlenschutz wurde bis heute
geforscht, obwohl die Ergebnisse (die Bergarbeiter sind einem doppelt so hohem Krebsrisiko ausgesetzt
wie die "normale" Bevölkerung,/das Krebsrisiko bei Uranbergleuten dauert viel
länger, u.a.) schon seit Jahren bekannt sind! In vielen internationalen Studien wäre
die Ergebnisse nachlesbar gewesen! Viel skandalöser ist, dass wir an diese Studie die Erwartung
hatten, dass diese zu einer schnelleren und einfacheren Anerkennungspraxis durch die BG's führen
wird.
Vor einigen Tagen haben wir nun erfahren, dass die Bundesregierung eine Reform der gesetzlichen Unfallversicherung vorbereitet. Das Gesetz soll im Januar 2008 in Kraft treten. Es sieht massive Verschlechterungen für ehemalige Wismut-Beschäftigte vor! Es macht die o.g. Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz nutzlos und eine Änderung der Anerkennungspraxis für Berufskrankheiten bei Wismut-Beschäftigten überflüssig.
Der folgenden Vorschlag der Selbsthilfe-Initiative Wismut/Atomopfer e.V. wurde von mir am 05.07.07 im Rahmen einer Diskussionsrunde im "Offenen Kanals Gera" gemacht und erläutert. Unser Vorschlag: Schaffung eines Fonds oder Stiftung durch den Eigentümer der heutigen Wismut GmbH (Bundesrepublik Deutschland/Bundesministerium für Wirtschaft) und den Berufsgenossenschaften zu schnellen und unkomplizierten Entschädigung der Betroffenen ehemaligen Wismut-Beschäftigten.
Die Veranstaltungen fanden im Rahmen der Bundesgartenschau 2007 statt.
M.Löffler, 1.Vorsitzender Atomopfer e.V.
Seit einigen Wochen erreichen unseren Verein verstärkt Interviewanfragen von Zeitungen, Zeitschriften und TV-Sendern aus Deutschland und dem europäischen Ausland. Diese Anfragen stehen im Zusammenhang mit der im Jahr 2007 in Gera und Ronneburg stattfindenden Bundesgartenschau (BUGA). Dazu veröffentlichen wir folgenden offenen Brief an die Medien:
Sehr geehrte Damen und Herren,
angeregt durch die baldige Eröffnung der BUGA in Gera / Ronneburg und der in letzter Zeit positiven Berichtserstattung über die Sanierung bzw. Altlastenbeseitigung des ehemaligen Uranerzbergbau der (SDAG) Wismut wollte ich nachfragen, wie es denn mal mit einer Sendung zum speziellen Thema der Anerkennungspraxis auf Berufskrankheit(en) durch ionisierende Strahlung durch die Berufsgenossenschaften aussieht.
Grund für diese Anfrage ist der, dass ich selber 12 Jahre in der Wismut unter Tage bzw. vor Ort gearbeitet habe, seit 1996 an Krebs erkrankt bin und seit dem ca. 12 Kopf Operationen große und kleine und zwei Lungen OP's überstanden habe, zweimal bestrahlt wurde und seit drei Jahren mit kleinen Unterbrechungen Chemotherapie bekomme.
Die Berufgenossenschaft lehnt eine Anerkennung einer Berufskrankheit ab und mir ist es eigentlich völlig unverständlich, dass auf der einen Seite 6,2 Milliarden für die Sanierung der Umwelt bereitgestellt werden weil ja auch die "Reste" des Bergbaus für die Umwelt und die Anwohner gefährlich sind, aber die ehemaligen Werktätigen welche schwer erkrankt sind mit dem Hinweis: es fehlt an wissenschaftlichen Erkenntnissen abgespeist werden. Es ist doch so, das als Prestigeobjekt für Bund und Länder die Sanierung durchgeführt worden ist und die Menschen ganz einfach vergessen wurden. Doch auch die ehemaligen Bergleute sind eine so genannte " Altlast" und zudem sind es noch Menschen die nicht einfach so ignoriert werden können, ja nicht ignoriert werden dürfen. Das verstößt schon gegen das Grundgesetz Artikel 1 Abs. 1.
Ich wäre jedenfalls bereit dieses Problem mit in der Öffentlichkeit zu erörtern Falls wirklich mal eine Sendung zu diesem Thema jemand sich getraut zu machen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Köhler, 26.01.07
Unter dieser Überschrift druckte die Ostthüringer Zeitung (OTZ) am 09.Januar 2007 ein Interview mit Dr.Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz ab.
Auf die Frage: "Das erhöhte Krebsrisiko durch Strahlung ist doch bekannt. Warum sollte eine Anerkennung als Strahlenopfer so schwierig sein?" antwortete Dr.Pflugbeil: "Die Strahlenopfer, darunter tausend Wismuter oder Soldaten, die während ihres Wehrdienstes an Radaranlagen tätig waren, müssen beweisen, dass ihre Erkrankung auf ihre berufliche Situation zurückzuführen ist. Das verlangt die bundesdeutsche Rechtssprechung von den Geschädigten. Nun weisen Sie einmal als Geschädigter nach, dass ihre Krebserkrankung mit ihrer früheren beruflichen Tätigkeit zu tun hat, wenn ein Drittel der Bevölkerung unter normalen Umständen an Krebs stirbt. Das vermag ein Einzelner kaum."
Das ausführliche Interview kann man auf der Homepage der OTZ nachlesen.
Das Interview mit Dr.Pflugbeil spricht ein Problem an, dass in der ganzen Berichterstattung über die Sanierungsarbeiten der Wismut GmbH zu kurz kommt. Mit über 6 Milliarden € werden die Umweltschäden des Uranabbaus in Thüringen und Sachsen erfolgreich beseitigt. Aber wie steht es mit den gesundheitlichen Folgeschäden für die ehemaligen Wismut-Kumpel? Die Bundesregierung hat Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die Wismut übernommen und für die Folgen von gesundheitlichen Schäden aus dem Uranbergbau den Berufsgenossenschaften über 200 Millionen € überwiesen. Nicht die Wismut muss mit einer Klageflut rechnen, sondern die Berufsgenossenschaften, bei denen die Wismut-Kumpel versichert waren.
Obwohl die Gefährlichkeit von Radon und Uranstaub seit langem bekannt ist, wird seit Jahren den vor den Sozialgerichten klagenden Wismut-Kumpel eine Anerkennung ihrer Krebserkrankungen versagt.
Ende letzten Jahres veröffentlichte das Bundesamt für Strahlenschutz die sogenannte "Deutsche Uranbergarbeiterstudie Wismut". Darin kommt das BfS u.a. zu dem Schluß, dass die Beschäftigten im Uranbergbau der Wismut einem doppelt so hohem Krebsrisiko ausgesetzt war als die übrige Bevölkerung.
Wir als Betroffene unterstützen die Forderung nach einer Überprüfung der Anerkennungspraxis von Berufskrankheiten und die Anwendung von DDR-Recht, da unsere gesundheitliche Schädigung eine Folge unsere Tätigkeiten im Uranbergbau der DDR vor dem 03.10.1990 war.
Es geht hier nicht um Schuldfragen, sondern um eine für die Betroffenen vernünftige und seit langem versprochenen Regelung.
Leider wurde im Interview unsere Erreichbarkeit falsch angegeben. Der Verein Atomopfer e.V. ist über atomopfer@gmx.de zu erreichen.
Michael Löffler
1.Vorsitzender Atomopfer e.V.
Im Uranbergbau der DDR sollen geschätzt ca. 500 00 Menschen gearbeitet haben. Zum Ende der SDAG Wismut, die heute als Wismut GmbH im Besitz der Bundesrepublik ist, waren es ca. 40 000 Menschen.
Nicht nur in den Anfangsjahren waren die Arbeitsbedingungen schlecht. Bis zum Ende der Wismut, Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, wurden dort keine personenbezogenen Strahlenmessungen durchgeführt. Die Strahlenmessungen bei der SDAG Wismut unterlagen der militärischen Geheimhaltung und sind bis heute nicht einsehbar. Strahlenmessungen nach der Stillegung der Schächte können die tatsächliche Strahlen- und Staubbelastung nicht nachstellen.
Diese Messdaten werden aber zur Entscheidung vor Sozialgerichten herangezogen.
Viele ehemalige Kumpel erkranken erst Jahre später an Krebs und bringen diese Erkrankungen
nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit bei der Wismut. Die Studie des BfS zeigt, dass
bis weit nach 2015 noch Krebsfälle auftreten können.
Kurz nach der Wende erklärten die Berufsgenossenschaften Krebserkrankungen bei Wismut-Kumpel als Berufskrankheiten schnell, unkompliziert und im Sinne der Betroffenen anzuerkennen. Diese unkomplizierte Anerkennung sollte besonders Lungenkrebs als Berufskrankheit betreffen.
Leider ist seit Jahren zu beobachten, dass Betroffene erst zu den Sozialgerichten gehen müssen, um ihre Rechte durchzusetzen. Vor Gericht zählten nur Anerkennungskriterien, die von den Berufsgenossenschaften selber aufgestellt wurden. Dort ist es nicht von Bedeutung, dass die Betroffenen jahrelang im Uranbergbau gearbeitet haben, ionisierenden Strahlen ausgesetzt waren und an Krebs erkrankten.
Wir als Betroffene hoffen, dass die Studie des BfS und internationale Erfahrungen dazu führen, die Anerkennungspraxis bei Berufskrankheiten zu überprüfen und zu modifizieren.
Michael Löffler
1.Vorsitzender Atomopfer e.V.
Selbsthilfe-Initiative Wismut
Der Berliner Kurier
veröffentlichte zur BfS-Studie in seiner Ausgabe vom 29.Oktober 2006 den Artikel "Der
leise Tod der Kumpel"
zur Großansicht des Artikels
Unser Verein hat laut unserer Satzung die Aufgabe, die Öffentlichkeit durch verschiedene Veranstaltungen auf die Gefahren der Atomenergie für Menschen und die Umwelt aufzuklären. Finanziert wird unser Verein nur durch die Mitgliedsbeiträge (24,-€ Jahresbeitrag) unsere Mitglieder. Wir stehen im Rahmen unserer Aufklärungsarbeit mit vielen Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten in Kontakt. Wir führen Diskussionsveranstaltungen durch und planen eine Wanderausstellung über den Uranabbau in der Welt nach Berlin und Thüringen zu holen. Für diese sehr zeit- und geldaufwendige Arbeit benötigen wir Spenden.
Spenden können auf folgendes Konto eingezahlt werden:
Verein Atomopfer e.V.
Konto: 43 304 427
BLZ: 790 500 00
Sparkasse Mainfranken Würzburg
Danke!
Aus gegebenen Anlass möchten wir auf diesem Wege klarstellen, dass der Verein Atomopfer e.V. laut Satzung überparteilich und unabhängig ist.
Der Zweck unseres Vereins ist die Information der Öffentlichkeit über die Auswirkungen des Uranabbaus, der Verarbeitung von Uran und des Betreibens von Atomanlagen auf die Umwelt und die Menschen, sowie der Aufbau eines Atomopfer-Netzwerks zur Interessenvertretung der Geschädigten. Wir unterstützen Geschädigte bei ihrem Kampf um die Anerkennung ihrer Krankheiten als Berufskrankheiten.
Wir sehen uns als Teil der Anti-Atombewegung, lehnen die Kernkraft in der heutigen Form zur Energiegewinnung ab und fordern die sofortige Abschaffung von Kernwaffen in der Welt. Nur in diesem Sinne wirkende Vereine, Interessenvertretungen und Organisationen haben von uns die Zustimmung unseren Verein in ihren Publikationen/Adressenverzeichnissen zu nennen.
Der Vorstand
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