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Aufruf für eine Initiative für eine Gedenkstätte
für die Bergleute des Uranerzbergbaus im "Ronneburger Revier"

Im Jahr 2007 wird in Gera/Ronneburg, überwiegend auf dem Gelände des Uranerzbergbaus der ehemaligen SDAG Wismut, die Bundesgartenschau stattfinden.

Auf einem Gelände, wo fast 50 Jahre der Uranerzbergbau die Natur und die Menschen der Region prägte. Der Bergbau hinterließ nicht nur Narben in der Natur, sondern auch an den Menschen. Keine, die Landschaft formenden Spitzkegelhalden und Fördertürme, werden mehr von der Leistung der Bergleute künden. Bald wird nicht mehr viel zu sehen sein.
Mit dem Bergbau verbinden die Bergleute Stolz und auch Trauer. Viele sind verunglückt oder an den Folgen ihrer Arbeit erkrankt. Wir wollen diesen Menschen einen Ort der Erinnerung und des Gedenkens geben. Dieser Ort soll aber auch an die Leistungen der Bergleute erinnern.

Die Bundesgartenschau 2007 könnte Anlass sein, dass sich alle ehemaligen Bergleute der Wismut, Hinterbliebenen und die Bewohner der Region zu einer Initiative zusammenfinden. Unterstützung könnte von der Wismut GmbH, den Bergbau-Traditionsvereinen der Wismut, der IG Bergbau, den Landesregierungen von Thüringen und Sachsen, der Städte und Gemeinden, von Künstlern der Region, von Politikern und Medien kommen. Über den Ort und über die Form der Gestaltung könnte eine Wettbewerb entscheiden.

In vielen Regionen des Erzgebirges, wo die Bergbautradition schon seit Jahrhunderten gepflegt wird, wirkt sich diese positiv auf den Zusammenhalt der Menschen und auf die wirtschaftlichen Entwicklung der Region aus. In der Wismut-Region spürt man davon noch nichts. Dies könnte und muß geändert werden.

Wir rufen alle ehemaligen Wismut.-Kumpel und interessierten Menschen zu einer Unterschriften- und Spendenaktion für einen Gedenkort für die Bergleute der ehemaligen SDAG Wismut auf. (siehe auch unter Aktuelles)

Selbsthilfe-Initiative Wismut
Atomopfer e.V.
Der Vorstand

Die Unterschriftenliste senden sie bitte an folgende Anschrift:
Atomopfer e.V., Schmidstrasse 2c, 10179 Berlin
Spenden können unter dem Kennwort "Gedenkstätte für die Bergleute der Wismut" auf das 
Konto Nr.:43304427
BLZ 790 500 00 
Sparkasse Mainfranken Würzburg
eingezahlt werden.


Pressemitteilung

Am 17.September 2003 hat sich das Leben von

Michael Weber

Michael Weber
Vorsitzender des Vereins Atomopfer e.V.
Selbsthilfe-Initiative Wismut
Selbsthilfe-Initiative Siemens/Hanau

nach langer schwerer Krankheit vollendet. Sein Leben war ein langer Kampf gegen die Folgen eines Arbeitsunfalls bei der Firma Siemens und für den Zusammenschluss von Strahlenopfern im Verein Atomopfer e.V. Die Gründung des Vereins war der Höhepunkt seines langjährigen Bemühens den Opfern einer verfehlten Sicherheits- und Energiepolitik eine Plattform der Selbsthilfe zu verschaffen. Gleichzeitig ist der Verein das Sprachrohr von Betroffenen und ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit von Ost und West.

Wir werden sein Andenken bewahren und sein Lebenswerk fortsetzen.

Michael Löffler
Im Namen des Vorstandes


Pressemitteilung

der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen
Dr.-Moritz-Mitzenheim-Str. 2a, 99817 Eisenach
Pressestelle, Ralf-Uwe Beck
Fon 03691-212887 oder 0172-7962982
PM 48 - 11.5.2005

Kirchlicher Umweltkreis Ronneburg fordert anlässlich der BUGA 2007 Gedenkstätte für die Folgen des Uranbergbaus 

Eine Gedenkstätte für die Folgen des Uranbergbaus in und um Ronneburg soll es spätestens bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau 2007 geben, regt der Kirchliche Umweltkreis Ronneburg an. Bei der BUGA, die vom 27. April bis 14. Oktober 2007 in der Region zwischen Gera und Ronneburg stattfinden wird, dürfe der von 1951 bis 1990 betriebene Uranbergbau der Wismut nicht ausgeblendet werden. Gleichzeitig sollte eine Gedenk- und Erinnerungsstätte auf Dauer angelegt sein und über die Zeit der BUGA hinausreichen. Der Umweltkreis schlägt ein Denkmal auf dem entstehenden Lichtenberg und der damit zukünftig höchsten Erhebung der ehemaligen Bergbauregion vor. Vorstellbar seien auch eine Kapelle oder ein Glockenturm. Mit einer Gedenkstätte könnte an die im Zuge des Bergbaus verschwundenen Orte Gessen und Schmierchau ebenso erinnert werden wie an die Opfer des Uranbergbaus. Durch die radioaktive Belastung seien in vier Jahrzehnten tausende Menschen an Lungenkrebs erkrankt. Noch zur DDR-Zeit wurden rund 5.000 Lungenkrebsfälle als Berufskrankheit anerkannt. Die Dunkelziffer wird auf zwei- bis dreimal so viele Erkrankungen geschätzt. Jährlich sterben 300 ehemalige Bergleute an Lungenkrebs.

"Wismut war bergmännische Leidenschaft, der Uranbergbau war aber auch schmerzhafter Tod und Verzweiflung in den Familien. Nach der Sanierung wird man der Region den Bergbau und seine Folgen nicht mehr ansehen. Gerade werden die letzten Abraumhalden beseitigt. Viele Menschen verspüren einen Verlust an Identität. Ein Gedenkort könnte helfen, die Erinnerung an die vom Bergbau geprägte Region wach zu halten und den Verlust von Angehörigen und von Heimat zu verarbeiten", so Frank Lange vom Kirchlichen Umweltkreis Ronneburg. Dabei solle auch das Engagement der Bergleute gewürdigt, aber auch vor einer Nutzung der Atomenergie gemahnt werden. "Die Nutzung der Atomenergie beginnt beim Uranbergbau. Von sauberer Energie kann angesichts der Folgen keine Rede sein. Diese Botschaft sollte von Ronneburg ausgehen."

Der Kirchliche Umweltkreis Ronneburg besteht unter dem Dach der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen seit 1988.


Pressemitteilung (02.07.2004)

Petition an den Bundestag

Der Verein Atomopfer e.V. hat sich mit einer Petition an den Deutschen Bundestag gewand. Kernpunkt ist die Einsetzung einer Expertenkommission zur Überprüfung der Anerkennungspraxis von Berufskrankheiten bei ehemaligen Wismut-Kumpel und Arbeitern der Atomindustrie. In der Petition heißt es dazu u.a.:

"Wir sehen einen dringenden Handlungsbedarf durch den Gesetzgeber,   denn Arbeitnehmer können keineswegs darauf vertrauen, das sie im Falle von Krankheit und nachfolgender Arbeitsunfähigkeit vor Einkommensarmut durch das System der Berufsgenossenschaften geschützt sind. Festzustellen bleibt uns nur, das die Betroffenen am kürzeren Hebel und im Zweifelsfall zwischen allen Stühlen sitzen. Dieser Umstand rechtfertigt es, das wir als Betroffenen die Gesellschaft dazu auffordern, eine neue Lösung zu suchen, die die Betroffenen im Krankheitsfalle gegen Armut und Verlust ihrer sozialen Stellung wirksam absichern kann.

Wir fordern hiermit nochmals eine Überprüfung der Anerkennungspraxis von strahlenbedingten Berufskrankheiten bei Beschäftigten der Wismut und von strahlenexponierten Personen der Industrie. Diese Überprüfung könnte analog der Überprüfung von Erkrankungen und möglichen Gefährdungen von Radarsoldaten der Bundeswehr und der NVA,  durch eine Expertenkommission des Gesundheits- und Sozialausschusses des Deutschen Bundestages erfolgen."

M.Löffler
1.Vorsitzender Atomopfer e.V.


Eine Meinungsäußerung zur Antwort des Petitionsausschusses auf unsere Petition an den Bundestag:

Der Petitionsausschuss signalisiert "Ende der Fahnenstange". Gleichzeitig jedoch weisen sie darauf hin, das eine allgemeine Absicherung von Beschäftigten der Atomindustrie jenseits des Leistungssystems von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften zu suchen sein wird. Der Petitionsausschuss recherchiert nicht selbst, ob die paritätische Aufsicht in den Genossenschaften wirkungsvoll ist, oder nicht. Der Gesetzgeber will sich nämlich nicht mit den Vertretern von Industrie und Gewerkschaften anlegen. Dann deutet der Ausschuss noch an, das der Grad, auf dem sich die Forschung zu den Ursachen von Strahlenerkrankungen bewegt, sehr schmal ist. Als Forschungsergebnis wird nur das berücksichtigt, was nach langem wissenschaftlichem Für und Wieder, zwischen Forschern der Industrie und den arbeitnehmernahen Forschern als gesichert gelten soll.

Das steckt den Rahmen ab und verhindert solidarische Lösungen.

Es ist Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte wirksame Maßnahmen zur Fortentwicklung solidarischer Sicherungen einzufordern. Das Berufsgenossenschafts(un)wesen wird dem schon lange nicht mehr gerecht:

  1. Der Industrie werden eben keine marktwirtschaftlichen Anreize gesetzt, die sie dazu bewegen könnte, Vorsorge im Strahlenschutz zu leisten.
     
  2. Arbeitnehmer können keineswegs darauf vertrauen, das sie im Falle von Krankheit und nachfolgender Arbeitsunfähigkeit vor Einkommensarmut durch das System der Berufsgenossenschaften geschützt sind.

Anders als die solidarische Leistungssysteme der Krankenkassen, ist nämlich das Leistungssystem der Berufgenossenschaften zwar auch eine solidarisches System - jedoch wird diese Solidarität nicht zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern geübt, sondern einzig zwischen Arbeitgebern und Arbeitgebern.

Als mächtigster Akteur, der in diesem geschlossenen Solidar-Club der Industrie von außen Druck machen könnte, kann ich neben den Betroffenen nur noch die Krankenkassen ausmachen. Sollte die Forschung neue Kausalitäten zwischen Strahlenbelastung und Krankheit belegen, so würde die Solidargemeinschaft der Krankenkassen Versicherten umgehend ihre Kosten zur Krankenbehandlung auf Berufsgenossenschaften verlagern.

Welche Rolle die gesetzlichen Rentenversicherungsträger spielen könnten ist mir dahingegen nicht wirklich klar.

Festzustellen bleibt nur, das die Betroffenen am kürzesten Hebel sitzen und im Zweifelsfall zwischen allen Stühlen Platz zu nehmen haben. Dieser Umstand rechtfertigt es, das die Betroffenen die Gesellschaft insgesamt dazu auffordern können, eine neue Lösung zu suchen, die die Entstehung von Berufskrankheiten verhindert und die die Betroffenen im Krankheitsfalle gegen Armut und Verlust ihrer sozialen Stellung wirksam absichern versprechen kann.

Götz Renger, Berlin
23.06.2004


Die Schattenseiten der Sonnensucher

Am 24.02.2004 veröffentlichte die Ostthüringer Zeitung OTZ http://www.otz.de/ einen Artikel von Frank Kalla unter dem Titel "Die Schattenseiten der Sonnensucher".

Folgenden Leserbrief schrieb dazu Frau Ziermann aus Ronneburg:
Schattenseite

"Mit großem Interesse las ich den Artikel "Schattenseite der Sonnensucher" (OTZ 23.2.2004). Fast ein ganzes Berufsleben war ich Angehörige der ehemaligen SDAG Wismut, davon 15 Jahre im ehemaligen JBB "Ernst Thälmann". Sicher liegen diesem ganzseitigen Artikel langwierige Recherchen zugrunde, aus meiner Sicht und Erinnerung nicht gründlich genug, und damit entstehen Lücken in der Darstellung.

Die "Extravergünstigungen" sind unvollständig geraten. Das gesamte soziale Netz blieb unerwähnt, ob Gesundheitswesen, Kureinrichtungen, Feriendienst, Kindereinrichtungen, Wohnungskontingent, Verpflegung, Werksverkehr. Viel Raum nehmen die Ausführungen zu Unfällen, insbesondere schweren oder auch mit tödlichem Ausgang, ein. Bedauerlich war und ist jeder Einzelne, der in seiner Lebensqualität langfristig oder dauerhaft beeinträchtigt wurde. Und die Tragödie eines tödlichen Unfalls des Ehepartners, Vaters oder auch des Lebensgefährten läßt sich auch mit dem Abstand der nunmehr dazwischen liegenden Jahre kaum in Worte fassen.

Und auch hier ist ein Defizit in der Darstellung im Artikel. Es fehlt die Tatsache, daß die Betroffenen und deren Angehörige nicht allein gelassen Wurden. Die zitierten Arbeitsplätze als Schonplätze mit dem Ziel der Stabilisierung oder Wiederherstellung der Gesundheit waren nicht von finanziellen Einbußen begleitet, bedeuteten Integration im Betrieb, wenn auch an anderer Stelle, dem Gesundheitszustand und der betrieblichen Möglichkeit entsprechend. Das "Frisieren" der Statistik ist eine ganz andere Sache und wurde leider von allen Verantwortlichen zugelassen. Aber rebelliert haben wir alle nicht. Und in extra angelegten Notizbüchern heute nachzuschlagen macht nachdenklich angesichts der Stellung eines Obersteigers im Bergbau.

Noch einige Worte zu den dauerhaft körpergeschädigten Kumpels und zur Sorge um die Hinterbliebenen. In der DDR hatten wir keine leer stehenden rollstuhlgerechten Wohnungen. Aber der Bedarf ergab sich aus leider so tragisch endenden Unfällen. Mit der Kraft des Betriebes und im Zusammenwirken mit zuständigen örtlichen Institutionen konnte, wenn auch nicht reibungslos und in der gewünschten kurzen Frist, doch letzten Endes den Betroffenen geholfen werden. Ich will vor allem herausstellen, daß sich der Betrieb verantwortlich fühlte, organisierte und finanzierte. Das ist keine Rechtfertigung, sondern Tatsache. Die Beweise dafür fielen der Abwicklung des Betriebes zum Opfer. Namen und Einzelheiten sind noch im Gedächtnis. Die Betreuung der Invalidenrentner und Hinterbliebenen sowohl in finanzieller Hinsicht, durch persönliche Besuche, Hilfe bei auftretenden Problemen, Einbeziehung in die gesundheitliche Betreuung, den Feriendienst und nach individuellen Erfordernissen war eine Tatsache.

Und wer kümmert sich heute um die, die in Ausübung ihrer schweren Arbeit Schaden an Leib und Leben nahmen? Und wer fragt heute nach den Halbwaisen von damals? Die Antwort hätte ich gern."

Gerda Ziermann,
Ronneburg

 

Zum gleichen Artikel schrieb der Vorsitzende unseres Vereins an den Autor Herrn F.Kalla:
 

Sehr geehrter Herr Kalla, Berlin, 20.03.04

ihren Artikel "Die Schattenseite der Sonnensucher" haben wir Betroffenen ehemaligen Wismut Kumpel und Hinterbliebenen mit großem Interesse gelesen.

Viele der geschilderten Situationen und Arbeitunfalle haben wir selber erlebt oder können die Beispiele bestätigen.
Ich habe selber als Hauer im Schacht Reust gearbeitet und mitbekommen, dass auf dem Schacht Schmierschau im Jahr 1976 8 Bergleute bei Arbeitsunfällen umgekommen sein sollen. Mein Brigadier (Quaas) stürzte bei Beräumarbeiten nach einer Sprengung bei einem Blockaufbruch aus einem Überhau mehrere Meter in eine Masserolle. Nach drei Tagen stand er wieder vor Ort! Ich selber wurde als Lehrling nach einem Sprengunfall verschüttet und bin knapp dem Erstickungstod entgangen. Auch dieser Unfall wurde nicht gemeldet. Ich arbeitete mehrere Tage in der Schreibstube übertage und musste dabei Schnapsmarken sortieren.

Was sie negativ in ihrem Artikel bewerten, "Für viele Wismuter endete ein schwerer Unfall meist mit monatelangem Schonplatz......" wird heute von vielen ehemaligen Wismut-Kumpel als gute soziale Betreuung empfunden. Kein Kumpel musste befurchten, nach einer Erkrankung oder Unfall zum Sozialfall zu werden. Heute erhalten die von Krankheiten Betroffenen Wismut-Kumpel keine Unfallrente (auch Klagen vor den Sozialgerichten nutzt nichts!), sind arbeitslos und werden durch die Gesundheitsreform verstärkt zur Kasse gebeten. So haben Mitglieder unseres Vereins im ersten Monat des Jahres 2004 genau so viel an Zuzahlungen für Medikamente, Fahrkosten und Behandlungen ausgegeben, wie im ganzen Jahr 2003!

Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt bei der Wismut schlecht und waren, neben den menschlichen Versagen, die Hauptursache von Arbeitsunfällen.

Leider wird in ihrem Artikel mit keinem Wort auf die Gefahr durch radioaktive Strahlung eingegangen. Denn durch die Kombination von schwerer körperlicher Arbeit, radioaktive Stäube/Strahlung und toxische Sprenggase wurden mehr Kumpel geschädigt, als direkt durch Arbeitsunfälle getötet wurden. (In der Fachpresse wird die Zahl von 20 000 genannt) Die Folgen für die Kumpel traten erst viel später in Form von Krebserkrankungen auf.

Sie schreiben richtig, dass die Geheimhaltung bei der SDAG Wismut strikt angewendet wurde: "Außerdem hatte Geheimniskrämerei bei der Wismut Methode! Geheimniskrämerei zieht sich bis in unsere Zeit. So auch, was die Belastung der Kumpel mit den o.g. Schadstoffen betrifft. Dies mussten die Betroffenen bei ihren Prozessen vor den Sozialgerichten erleben.

Im Jahr 2007 findet in Ronneburg/Gera die BUGA statt. In diesem Zusammenhang haben wir durch einen Hinweis von Herrn Frank Lange vom Umweltkreis Ronneburg vom Projekt "Gedenkstätte für verschwundene Ortschaften" erfahren.

Der Verein Selbsthilfe-Initiative Atomopfer e. V. begrüßt das Projekt und möchte es unterstützen. Wir sind der Meinung, dass in Folge des Uranabbaus nicht nur die Umwelt, sondern vor allem die Menschen Opfer wurden und derer auch in würdiger Form gedacht werden sollte. Noch heute, viele Jahre nach dem Ende des Uranabbaus, erkranken Menschen an den Folgen ihrer Tätigkeit. Die Verantwortlichen (Berufsgenossenschaften) verweigern uns die Anerkennung unserer (überwiegend Krebserkrankungen) als Berufskrankheit. Wir als Opfer fühlen uns von allen Seiten mit unseren Problemen alleingelassen.

Wir würden uns freuen, wenn mehr Journalisten diese Problematik thematisieren würden.
Wir stehen ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfugung.

Michael Löffler
Vorsitzender Atomopfer e.V.

Bis zum heutigen Tag erfolgte keine Reaktion des Autors oder der Zeitung. Wir warten auf Antwort.


 

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