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Atomopfer e.V.Selbsthilfe-Initiative Wismut |
Seit einigen Wochen
erreichen unseren Verein verstärkt Interviewanfragen von Zeitungen, Zeitschriften und TV-Sendern
aus Deutschland und dem europäischen Ausland. Diese Anfragen stehen im Zusammenhang mit
der im Jahr 2007 in Gera und Ronneburg stattfindenden Bundesgartenschau (BUGA). Dazu veröffentlichen
wir einen offenen Brief an die Medien auf unserer Seite aktuelles.
Eine Einschätzung der Veranstaltungen am 04./05.07.07 in Gera finden Sie unter aktuelles
Zur BUGA 2007 in Gera und Ronneburg hat die Ärzteorganisation IPPNW die Veranstaltungsreihe "atomfrei & zukunftsfähig" organisiert, zu der wir alle Besucher der Bundesgartenschau herzlich einladen. Die Veranstaltungen, wie Expertengespräche, öffentliche Diskussionen, eine Ausstellung und ein Aktionstag finden im Rahmen des Begleitprogramms zur Bundesgartenschau statt und sollen einen anderen Focus auf die regionale und geschichtliche Besonderheit der BUGA 2007 vermitteln.
Nähere Informationen: http://www.uranrisiko.de/
Das ist die Altlast
Natur, die da rekultiviert wurde. Und es bleibt aber immer noch eine Altlast. Das ist die Altlast
Mensch.(Andreas Köhler, ehemaliger Wismut-Hauer, mehrfach an Krebs erkrankt, am 21.04.07 im ZDF "Länderspiegel" zur Rekultivierung des ehemaligen Bergbaugeländes der Wismut und der Eröffnung der BUGA 2007 in Gera/Ronneburg)
Link
zum Potcast der Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Bundesgartenschau
Sehr geehrte Frau Merkel,
wie viele Politiker und Bürger begrüßen sie in ihrem Potcast zur Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg die gelungene Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus der Wismut. Für diese Rekultivierung wurden ca. 5 Milliarden Euro Steuergelder durch die Bundesregierung bereitgestellt. Der optische Erfolg kann sich sehen lassen.
Durch den Uranbergbau wurden nicht nur die Natur, sondern auch viele Menschen geschädigt bzw. verloren durch Unfälle und Berufskrankheiten ihr Leben. Kein Wort zu diesen Menschen. Wer kümmert sich um diese "Altlasten"? Die Berufsgenossenschaften? Dabei hat die Bundesregierung bei Übernahme der ehemaligen SDAG Wismut in Bundeseigentum den Berufsgenossenschaften 400 Millionen DM zur Abgeltung von Ansprüchen aus den Versicherungen der Bergleuten überwiesen.
Wir Betroffenen ehemaligen Wismut-Kumpel und deren Hinterbliebenen kämpfen schon seit Jahren um die Anerkennung dieser Krankheiten als Berufskrankheiten. Wir werden seit Jahren durch die Politik vertröstet. Seit Jahren wird uns die Anerkennung als Berufsgeschädigte des Uranbergbaus der Wismut durch undurchschaubare Anerkennungskriterien der Berufsgenossenschaften verweigert. Seit Jahren klagen wir vor den Sozialgerichten!
Seit Jahren wird über unser Problem in den Medien berichtet. (eine Sammlung der TV-Beiträge könnten wir ihnen zusenden) Nicht ist seit dem passiert!
Wir haben als Verein Atomopfer e.V. und als Einzelpersonen Petitionen an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages geschrieben. An der gegenwärtigen Anerkennungspraxis hat sich nichts geändert. Wir verstehen und teilen die Freude über die Sanierung dieser schlimmen Hinterlassenschaft des Kaltenkrieges.
Ein Mitglied unseres Vereins Atomopfer e.V. hat aus Anlass eines Berichtes des ZDF am 21.04.07 zur Bundesgartenschau in der Sendung "Länderspiegel" unsere Meinung dazu deutlich wiedergegeben: "Das ist die Altlast Natur, die da rekultiviert wurde. Und es bleibt aber immer noch eine Altlast. Das ist die Altlast Mensch." Schauen Sie sich ruhig den Beitrag einmal an. Schauen Sie in das Gesicht des ehemaligen Kumpel Andreas Köhler. Den Beitrag finden sie unter: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,5266753,00.html
Nähere Informationen über unseren Kampf unter: http://www.atomopfer.org/
Mit freundlichen Grüßen
Michael Löffler
1.Vorsitzender
Am 04.März 2001 wurde die Selbsthilfe-Initiative Atomopfer e.V. auf Initiative von Michael Weber gegründet. Unser Verein ist ordnungsgemäß im Vereinsregister eingetragen und die Gemeinnützigkeit vom zuständigen Finanzamt anerkannt.
| Unser Verein besteht aus der |
Selbsthilfe-Initiative Wismut |
| und der |
Selbsthilfe-Initiative Siemens/Hanau |
Die Gründung von Atomopfer e.V. war für unsere Mitglieder die einzige Möglichkeit auf ihre Situation als Strahlenopfer aufmerksam zu machen. Teilweise sind wir bereits durch unsere Tätigkeiten bei der Gewinnung von radioaktiven Stoffen (Uran) oder bei der Verarbeitung dieser Stoffe gesundheitlich geschädigt worden. Viele von uns haben das Problem, daß ihre berechtigten Ansprüche an die gesetzlichen Unfallversicherungen (Anerkennung als Berufskrankheit) unter teilweise fragwürdigen Begründungen abgelehnt wurden. Wir wollen die breite Öffentlichkeit auf diese Missstände hinweisen. Dazu benötigen wir die Unterstützung unserer Mitglieder, von Wissenschaftlern, Politikern aller Parteien und von den Medien.
Als Verein des Atomopfer
e.V. bemühen wir uns die Gruppen der geschädigten Wismut- und Atomindustriearbeiter zu
gemeinsamen Aktionen zu organisieren. Dafür brauchen wir auch Ihre Mithilfe. Wir
unterstützen uns gegenseitig mit Erfahrungen im Umgang mit Behörden und Gerichten.
Ein Schwerpunkt ist die Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein sucht die Kontakte zu anderen
Vereinigungen und Verbänden von Betroffenen, zu Politikern, Wissenschaftlern, Rechtsanwälte
und Journalisten.
Der weltweit dritt größte Uran-Abbau fand in der DDR statt. Unter schwersten bergbau-technischen Bedingungen wurde das Ausgangsmaterial für die sowjetischen Atomwaffen in den Stollen der WISMUT in Thüringen abgebaut. Bis heute versuchen ehemalige Bergleute -oft vergeblich- die Spätfolgen der Strahlungsschäden als Berufskrankheit anerkannt zu bekommen.
Auch als Angehöriger eines Betroffenen oder eines bereits Verstorbenen
können sie unser gemeinsames Vorhaben mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen. Wir wären
Ihnen dankbar, wenn Sie sich unserem Verein anschließen könnten, indem Sie uns das
Mitgliedsformular unterzeichnet zurücksenden. Sie können unsere Arbeit auch mit einer
Spende unterstützen. Ziel der Maßnahme soll es sein die Wismut-Betroffenen als Gruppe
zusammenzufassen und über den Verein mit einer Stimme nach außen zu sprechen. So erreichen
wir mehr als jeder einzeln. Gemeinsam sind wir stark.
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Außerdem behalte ich mir das Recht vor, Änderungen oder Ergänzungen der bereitgestellten Informationen vorzunehmen.
Berlin, 01.02.2005
Michael Löffler
1.Vorsitzender Atomopfer e.V.
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